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Haarausfall und Autoimmunsystem

Haarausfall trifft Männer und Frauen - allerdings meist in verschiedenem Lebensalter. Der Haarausfall bei Männern wird durch immer größere Geheimratsecken, sowie häufig einer runden Tonsur auf dem Kopf gekennzeichnet. Bei Frauen verläuft der Haarausfall dagegen eher diffus. Ein besonders dramatische Form von Haarausfall ist die Alopecia areata, bei der die Krankheit den völligen Verlust des Haares auf dem Kopf oder in schlimmen Fällen auch Gesicht und Körper bedeuten kann. Zum Glück sind diese extremen Fälle relativ selten, meist handelt es sich um “normalen” anlagebedingten Haarausfall. Es gibt mehrere übliche Therapiemöglichkeiten gegen den Haarausfall, zwei bedeutende Medikamente sind Minoxidil (Rogaine / Regaine) und Finasterid (Propecia / Proscar). Sie helfen beim das Haarwachstum bei einer größeren Anzahl von Patienten, allerdings ist das Ausmaß der Wirkung sehr verschieden. Naturheilkundliche Mittel gegen den Haarausfall dagegen sind nicht ganz unumstritten.

Bei Männern ist auch eine Haartransplantation eine denkbare Alternative. Dabei werden Haarbündel von der Hinterseite der Kopfhaut auf die kahlen Stellen im vorderen Bereich verpflanzt. Der Vorteil der Haartransplantation liegt in der schnellen und meist sicheren Durchführung, dafür kostet eine Haartransplantation auch viel Geld. Es gibt verschiedene Techniken um eine Haartransplantation durchzuführen, grob unterteilbar in “Strip” und “FUE”. Bei einer Haartransplantation nach der Strip-Methode wird ein Streifen entnommen, während bei der FUE einzelne Haarbündel einzelnherausoperiert werden. Die Unterschiede zwischen den Methoden sind riesig, genauso wie die Kosten.

Alopecia areata ist eine Autoimmunkrankheit, analog wie die Neurodermitis. Im gesunden Menschen schützt das Immunsystem den Menschen gegen Infektionen und Krankheiten. Bei einer Autoimmunkrankheit greift das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise den eigenen Körper an, wie den Haarfollikel oder die Hautzellen. Auch Neurodermitis tendiert dazu, am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen herauszukommen. Jedoch kann Neurodermitis auch ältere menschen treffen, genauso wie Neurodermitis durch psychologischen Stress gefördert wird. Es gibt mehrere verschiedene Hypothesen darüber, was Neurodermitis verursacht. Genetische Faktoren scheinen bei der Neurodermitis eine bedeutende Rolle zu spielen, da es eine gesteigerte Häufigkeit innerhalb einer Familie gibt. Auch Asthma, Heuschnupfen und Schilddrüsenkrankheiten treten bei Verwandten mit Neurodermitis gehäuft auf.

Eine weitere erblich veranlagte Krankheit mit einem Ausbruch schon bei Kindern ist ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizits-Störung. Die ersten Signale von ADHS sind schon bei Babys zu erkennen, die besonders oft schreien und erste motorische Unzulänglichkeiten aufweisen. Mit Schuleintritt kommt es oft schon zu ersten Konflikten. Das ADHS führt zu unruhigem Verhalten, Beeinträchtigung von Konzentration, Wahrnehmung und sozialen Kontakten, sowie zu der konfliktträchtigen Problematik keine Arbeitsaufgaben zu Ende zu führen. ADHS ist relativ häufig, etwa 3-5 % aller Kinder sind betroffen. Eine korrekte Diagnose sollte auf jedem Fall von einem ausgebildeten Arzt oder Psychologen gestellt werden. Als Therapie von ADHS kommen Arzneimittel wie Strattera oder Ritalin in Verbindung mit einer psychologischen Verhaltenstherapie in Frage.

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